Raspberry PI

Der Raspberry Pi ist ein Minicomputer auf einer Scheckkarten-großen Platine, der sich vielfältig erweitern lässt. Er wurde ursprünglich zu Lern- und Demonstrationszwecken entwickelt, eignet sich aber auch für die Realisierung verschiedener privater oder professioneller Anwendungen.

Die Raspberry Pi Foundation hat den Minicomputer im Scheckkartenformat entwickelt und im Jahr 2012 die erste Version auf den Markt gebracht. Ursprünglich war er dafür konzipiert, jungen Menschen einen einfachen Einstieg in das Programmieren und die Computertechnik zu ermöglichen. Schnell fand der Raspberry Pi eine große Fangemeinde und wurde für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt.

Die wichtigsten Merkmale des Minicomputers sind, neben den geringen Abmessungen, der niedrige Preis und die einfache Erweiterbarkeit des Systems. Das Grundmodul des Rechners besteht aus einer ARM-CPU, einem Grafikprozessor und dem Arbeitsspeicher. Zum Anschluss von Peripheriegeräten stehen Schnittstellen wie USB, Ethernet oder die 21 GPIO-Pins für weitere Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Um einen Monitor mit dem Raspberry Pi zu verbinden, ist eine HDMI-Schnittstelle vorgesehen. Über diese lassen sich Bildinhalte mit Full-HD-Auflösung von bis zu 1080p wiedergeben.

Das Betriebssystem startet der Rechner von einer Speicherkarte, die in den vorhandenen SD-/MMC-Karten-Slot eingesteckt werden muss. Lauffähig auf dem System sind zum Beispiel verschiedene Linux- und Windows-Versionen. Über erhältliche Erweiterungsmodule kann der Raspberry Pi drahtlos per Bluetooth oder WLAN kommunizieren. In den neuesten Versionen des Raspberry Pi sind die WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen bereits in der Grundausstattung vorhanden. Typische Anwendungen für den Raspberry Pi Minicomputer sind Mediaplayer, Spielekonsolen, NAS- und Cloud-Server, VPN-Server oder intelligente Steuerungen für das Internet of Things (IoT) und Smart Home.

Zusätzlich zum Einplatinenrechner benötigt man für den Betrieb des Raspberry Pi einige weitere Komponenten. Da auf der Platine kein Netzteil integriert ist, ist ein externer Netzadapter mit passender Spannung und Leistung über die USB-Buchse mit dem Minicomputer zu verbinden. Für grafische Ausgaben ist ein Monitor notwendig. Tastatur und Maus für die Steuerung und Bedienung des Geräts lassen sich per USB anschließen.

Grundsätzlich ist für den Raspberry Pi kein festes Betriebssystem vorgesehen. Über eine Speicherkarte, die in den vorhandenen Speicherkartenslot eingelegt wird, ist der Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen lauffähig. Empfohlen ist die Verwendung der speziellen Linux-Distribution Raspbian, die auf Debian-Linux basiert. Die neuesten Raspberry-Modelle sind auch mit Windows 10 kompatibel. Allerdings wird eine spezielle Small-Devices-Variante von Windows 10 benötigt.